Wien (24.Dezember 2009) - SOS-Musikland und ORF haben sich geeinigt. Der ORF wird bis 2011 den Anteil von Musik aus Österreich auf 30 Prozent Interpretationen erhöhen. Der Text im Wortlaut hier.
Damit ist die Trendwende eingeleitet. Die Medien können viel zur Bekanntheit von Musik aus Österreich und damit zur kulturellen Vielfalt beitragen – der gebührenfinanzierte Rundfunk ist sogar gesetzlich verpflichtet, Musik aus Österreich zu fördern. Es gehört nicht zu seinen Aufgaben, die Weiterentwicklung unserer musikalischen Tradition unter Einsatz öffentlicher Mittel zu verhindern. Dennoch sank der Gesamtanteil von Kompositionen aus Österreich im ORF-Radio von 27% [1990] auf 16,4% [2007]. Rechnet man Signations, Werbung und Hintergrundmusik heraus und betrachtet nur das reine Musikprogramm, sind es derzeit 14,4 Prozent. Wir fordern daher weiter nachdrücklich:
Mehr Musik aus Österreich im Rundfunk! Erreichung des Europa-Standards in fünf Jahren. >> mehr
Anne Semper
"In England where I grew up, it would be considered a sin not to play homegrown music. Support for music made in Austria is definitely needed." >> mehr
Louie Austen
"Wenn österreichische Künstler im Ausland mehr in Radios gespielt und gefeatured werden als im eigenen Land, sollte das einem schon zu denken geben..." >> mehr
Christina Stürmer
"Österreich hat richtig gute Musik zu bieten. Wenn Bands und Solointerpreten kein Gehör finden, wird das Jodler- und Volksmusikanten-Klischee jedoch ewig an Österreich hängen bleiben!" >> mehr
Zweitfrau
"Auch dank des Musikfonds entwickelte sich eine interessante, enthusiastische und vielseitige junge Musikszene. Diese Bemühungen werden jedoch durch mangelnde Unterstützung des wichtigsten Partners, des Radios, jäh wieder ausgebremst." >> mehr
Peter Legat
"Die Situation des Airplays (...) ist für österreichische Künstler, gelinde gesagt, mehr als unbefriedigend ... Ich fordere daher die Einführung einer Quote." >> mehr